Hartmut Weinrebe, Regionalverband Mittlerer Oberrhein des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Landesverband Baden-Württemberg e.V.

Anfrage vom 13.05.2016

Antwort der EnBW Kernkraft GmbH:

Der TN24E ist wie der CASTOR V/19 als Transport- und Lagerbehälter für abgebrannte Brennelemente verkehrsrechtlich zugelassen. Das Genehmigungsverfahren nach §6 Atomgesetz dient dazu, diesen Behälter im Standort-Zwischenlager des Kernkraftwerks Philippsburg (KKP) zur Zwischenlagerung abgebrannter Brennelemente aus Block KKP 2 zusätzlich zum bereits zugelassenen CASTOR-Behälter nutzen zu können.

Antwort der EnBW Kernkraft GmbH:

Wir weisen zunächst darauf hin, dass die Zuständigkeit für dieses und für andere Genehmigungsverfahren am 30. Juli 2016 vom BfS auf das neu geschaffene Bundesamt für kerntechnische Entsorgungssicherheit (BfE) über ging. Das BfE ist der Verfahrensführer, deshalb ist das BfE die geeignete Stelle, um nähere Informationen zu erfragen.

Antwort der EnBW Kernkraft GmbH:

Kerntechnische Anlagen verfügen über ein umfassendes Sicherungs- und Schutzkonzept. Die darin festgelegten Sicherungsmaßnahmen werden regelmäßig durch das BMUB, die atomrechtlichen Aufsichts- und Genehmigungsbehörden, die Innenbehörden des Bundes und der Länder, das Bundesamt für Strahlenschutz bzw. nunmehr das neu geschaffene Bundesamt für kerntechnische Entsorgungssicherheit, die Sicherheitsbehörden des Bundes sowie Sicherheitsexperten überprüft. Als Ergebnis dieser regelmäßigen Überprüfungen werden die Sicherungsmaßnahmen der Zwischenlager derzeit optimiert. Dazu werden, nach Abschluss des Genehmigungsverfahrens, bauliche Maßnahmen das derzeitige Sicherungskonzept ergänzen. Die Maßnahmen erfolgen im Rahmen der erforderlichen Schadensvorsorge gegen Störmaßnahmen oder sonstige Einwirkungen Dritter. Weitergehende Einzelheiten können aus Geheimschutzgründen nicht dargelegt werden, um Rückschlüsse auf die Wirkungsweise der Sicherungsmaßnahmen zu vermeiden.

Antwort der EnBW Kernkraft GmbH:

Das BfE ist der Verfahrensführer, deshalb ist das BfE die geeignete Stelle, um nähere Informationen zu erfragen.

Antwort der EnBW Kernkraft GmbH:

Beladevarianten sind Kombinationen von abgebrannten Brennelementen mit unterschiedlichen Eigenschaften (z.B. Wärme, Abbrand, Brennstoff-Zusammensetzung) in einem Behälter. Diese zusätzlichen Beladevarianten ermöglichen ein breiteres Einsatzspektrum des CASTOR V/19. Sie werden für die Herstellung der Brennstofffreiheit an den Standorten Neckarwestheim und Philippsburg eingesetzt.

Antwort der EnBW Kernkraft GmbH:

Das BfE ist der Verfahrensführer, deshalb ist das BfE die geeignete Stelle, um nähere Informationen zu erfragen.

Antwort der EnBW Kernkraft GmbH:

„Sonderbrennstäbe“ sind Brennstäbe, die als defekte, beschädigte oder vermutlich defekte/beschädigte Stäbe im Rahmen von Reparaturen aus Brennelementen entnommen wurden. Um diese einzelnen Stäbe aus den Lagerbecken in die trockene Zwischenlagerung geben zu können, befindet sich derzeit der dafür entwickelte „Köcher für Sonderbrennstäbe“ (KSBS) im Zulassungsverfahren.

Antwort der EnBW Kernkraft GmbH:

Das BfE ist der Verfahrensführer, deshalb ist das BfE die geeignete Stelle, um nähere Informationen zu erfragen.

Antwort der EnBW Kernkraft GmbH:

Die Standortsuche für den für das Projekt ULTRANET erforderlichen Konverter erfolgte durch die TransnetBW. Die EnKK unterstützte im Auftrag der TransnetBW bei einer Machbarkeitsstudie, bei der es darum ging, zu prüfen, ob der Konverter auf dem KKP-Gelände gebaut werden kann. Die Prüfungen ergaben, dass dies technisch und genehmigungsrechtlich möglich ist. Die Realisierung des Gleichstrom-Umspannwerks auf dem Kernkraftwerksgelände kann weitestgehend unabhängig von den gesamten Bau- und Rückbaumaßnahmen der EnKK erfolgen. Lediglich außerhalb des inneren Sicherungsbereiches der Kernkraftwerke ist zusätzlich der Abriss von vorhandenen Gebäuden oder teilweise auch der Neubau von Bauten erforderlich. In diesem Zusammenhang ist für die Realisierung der Abriss der außerhalb des Sicherungszaunes befindlichen Kühltürme notwendig. Der Abriss des Kühlturms der bereits abgeschalteten Anlage KKP1 ist dabei bereits heute grundsätzlich möglich, der Abriss des Kühlturms der Anlage KKP 2 kann erst nach endgültiger Abschaltung von KKP 2 erfolgen.

Die EnKK hat in diesem Zusammenhang keinen Antrag gestellt. Vielmehr hat die EnKK in der Vergangenheit mehrfach darauf hingewiesen, dass es aus ihrer Sicht einige offene Fragen gibt, deren Beantwortung nach wie vor aussteht. Zu einem zeitlichen Ablauf kann die EnKK im Moment keine belastbaren Aussagen machen.

Antwort der EnBW Kernkraft GmbH:

Im Standort-Zwischenlager des KKP befinden sich aktuell (Stand 12.08.2016) 15 Behälter vom Typ CASTOR V/52 mit insgesamt 755 Brennelementen aus KKP 1 sowie 29 Behälter vom Typ CASTOR V/19 mit insgesamt 551 Brennelementen aus KKP 2. Im Brennelemente-Lagerbecken von KKP 1 befinden sich aktuell (Stand 12.08.2016) 703 Brennelemente und im Brennelemente-Lagerbecken von KKP 2 befinden sich derzeit 525 Brennelemente.

Die Verlagerung der Brennelemente aus KKP 1 in das Standort-Zwischenlager des KKP hat bereits begonnen. Im Januar 2016 wurde ein beladener Behälter und seit Juli 2016 weitere 3 Behälter vom Typ CASTOR V/52 im Zwischenlager eingelagert (Stand 12.08.2016). Weitere Behälter folgen in den kommenden Monaten.

Antwort der EnBW Kernkraft GmbH:

Es werden keine MOX-Brennelemente mehr in KKP 2 eingesetzt. Es lagern derzeit 104 MOX-Brennelemente in CASTOR V/19-Behältern im Standort-Zwischenlager des KKP sowie 114 MOX-Brennelemente im Lagerbecken von KKP 2.